Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: September 2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der McHelp GmbH, Erdinger Str. 1, 85609 Aschheim („McHelp“, „wir“) und ihren Kunden über Erste-Hilfe-Kurse, Schulungen und weitere Leistungen.
(2) Kunden sind Verbraucher und Unternehmer. Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer im Sinne dieser AGB sind auch juristische Personen des öffentlichen Rechts, etwa Kommunen als Träger von Kitas und Schulen.
(3) Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn wir ihnen ausdrücklich in Textform zustimmen.
§ 2 Leistungen
(1) Öffentliche Kurse. Kurse zu festen Terminen an unseren Standorten, die jede Person einzeln buchen kann, zum Beispiel der Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein, der Kurs Erste Hilfe am Kind und Säugling oder der offene Kurs für betriebliche Ersthelfer.
(2) Inhouse-Schulungen für Unternehmen. Schulungen für eine geschlossene Gruppe beim Kunden vor Ort, insbesondere die Aus- und Fortbildung betrieblicher Ersthelfer.
(3) Schulungen für Kitas, Schulen und Hochschulen. Schulungen für Aufsichtspersonen in der Einrichtung des Kunden.
(4) Weitere Leistungen. Sanitätsdienste, Kurse Mentale Erste Hilfe, Kinderkurse und sonstige Leistungen erbringen wir auf Grundlage eines individuellen Angebots. Die Regelungen des Angebots gehen diesen AGB vor.
(5) Die Kurse entsprechen den Vorgaben der Unfallversicherungsträger für die Erste-Hilfe-Ausbildung (Kennziffer 8.2089) und, beim Führerschein, § 19 der Fahrerlaubnis-Verordnung. Wir dürfen Kurse durch qualifizierte Kursleitungen unserer Wahl durchführen lassen.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Online-Buchung öffentlicher Kurse. Die Darstellung der Kurse und Termine auf unserer Website ist kein bindendes Angebot. Mit dem Absenden der Buchung über die Schaltfläche am Ende des Buchungsvorgangs gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn wir die Buchung per E-Mail bestätigen. Vor dem Absenden kann der Kunde seine Angaben prüfen und korrigieren. Der Vertragstext wird von uns gespeichert und dem Kunden mit der Buchungsbestätigung übermittelt. Vertragssprache ist Deutsch.
(2) Inhouse-Schulungen, Schulungen für Einrichtungen und weitere Leistungen. Auf eine Anfrage erstellen wir ein Angebot. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde das Angebot in Textform, etwa per E-Mail, annimmt.
§ 4 Preise
(1) Es gelten die Preise, die zum Zeitpunkt der Buchung auf unserer Website oder im Angebot angegeben sind. Aus- und Fortbildungsleistungen sind von der Umsatzsteuer befreit; die angegebenen Preise sind Endpreise. Sanitätsdienste unterliegen der Umsatzsteuer; hier verstehen sich die Preise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Inhouse-Schulungen für Unternehmen. Wir berechnen eine Vor-Ort-Pauschale für Anfahrt und Organisation. Sie beträgt 289 € pro Kurs auf Deutsch und 389 € pro Kurs auf Englisch oder Spanisch, weil wir dafür eine gesonderte Kursleitung einsetzen. Die Lehrgangsgebühren rechnen wir nach § 5 direkt mit dem zuständigen Unfallversicherungsträger ab. Für Teilnehmende, deren Lehrgangsgebühren der Unfallversicherungsträger nicht übernimmt, berechnen wir 64,90 € pro Person. Ein Kurs umfasst 10 bis 20 Teilnehmende. Nehmen weniger als 10 Personen teil, berechnen wir die fehlenden Plätze mit je 64,90 €.
(3) Schulungen für Kitas, Schulen und Hochschulen. Wir berechnen keine Vor-Ort-Pauschale. Ein Kurs umfasst bis zu 20 Teilnehmende. Die Lehrgangsgebühren rechnen wir nach § 5 direkt mit dem zuständigen Unfallversicherungsträger ab. Für Teilnehmende, deren Lehrgangsgebühren der Unfallversicherungsträger nicht übernimmt, berechnen wir 64,90 € pro Person.
§ 5 Abrechnung mit Berufsgenossenschaften und Unfallkassen
(1) Bei Schulungen, deren Lehrgangsgebühren ein Unfallversicherungsträger übernimmt, rechnen wir diese Gebühren direkt mit ihm ab. Der Kunde teilt uns vor dem Kurs seinen zuständigen Unfallversicherungsträger und seine Mitgliedsnummer mit und stellt die für die Abrechnung erforderlichen Unterlagen bereit, etwa das Abrechnungsformular oder eine Kostenübernahmeerklärung.
(2) Nimmt ein Teilnehmender an einem öffentlichen Kurs als betrieblicher Ersthelfer teil, muss das vollständig ausgefüllte Abrechnungsformular spätestens zu Kursbeginn vorliegen.
(3) Liegen die Unterlagen nicht vor oder lehnt der Unfallversicherungsträger die Übernahme ab, schuldet der Kunde für jeden betroffenen Teilnehmenden 64,90 €.
§ 6 Zahlung
(1) Öffentliche Kurse. Das Kursentgelt ist mit der Buchung fällig. Der Kunde zahlt mit den im Buchungsvorgang angebotenen Zahlungsarten, etwa PayPal. Soweit wir die Zahlung vor Ort anbieten, ist sie vor Kursbeginn mit Karte möglich.
(2) Inhouse-Schulungen, Einrichtungen und weitere Leistungen. Wir stellen nach Durchführung der Leistung eine Rechnung. Sie ist innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug zu zahlen.
§ 7 Teilnahme
(1) Für eine Teilnahmebescheinigung ist die Teilnahme am gesamten Kurs erforderlich. Wer verspätet kommt oder den Kurs vorzeitig verlässt, kann keine Bescheinigung erhalten, wenn dadurch Inhalte versäumt werden.
(2) Teilnehmende weisen sich vor Kursbeginn mit einem amtlichen Lichtbildausweis aus.
(3) Die Kurse enthalten praktische Übungen, zum Beispiel die Herz-Lungen-Wiederbelebung am Boden. Wer gesundheitlich eingeschränkt ist, informiert die Kursleitung vor Kursbeginn; Übungen werden dann angepasst. Den Anweisungen der Kursleitung ist zu folgen.
(4) Inhouse-Schulungen und Schulungen in Einrichtungen. Der Kunde stellt einen geeigneten Raum mit Tischen und Stühlen für alle Teilnehmenden sowie ausreichend freie Bodenfläche für praktische Übungen zur Verfügung. Der Raum ist 30 Minuten vor Kursbeginn zugänglich.
§ 8 Teilnahmebescheinigung
(1) Nach vollständiger Teilnahme erhalten Teilnehmende eine Teilnahmebescheinigung. Bei öffentlichen Kursen händigen wir sie nach Kursende aus, bei Inhouse-Schulungen und Schulungen in Einrichtungen versenden wir sie nach Kursende per E-Mail.
(2) Wer seine Bescheinigung verloren hat, kann per E-Mail an info@mchelp.de unter Angabe von Name, Kursdatum und Kursort eine Ersatzbescheinigung anfordern. Fällt dafür ein Entgelt an, teilen wir es vorher mit.
§ 9 Stornierung und Umbuchung öffentlicher Kurse
(1) Der Kunde kann einen öffentlichen Kurs bis 48 Stunden vor Kursbeginn kostenfrei stornieren oder auf einen anderen Termin umbuchen. Bereits gezahlte Beträge erstatten wir bei einer Stornierung vollständig.
(2) Bei einer Stornierung weniger als 48 Stunden vor Kursbeginn und bei Nichterscheinen bleibt das volle Kursentgelt fällig. Eine Umbuchung weniger als 48 Stunden vor Kursbeginn ist gegen eine Gebühr von 10 € möglich.
(3) Kann ein Teilnehmender wegen Krankheit nicht teilnehmen, buchen wir ihn kostenfrei auf einen anderen Termin um, wenn er uns vor Kursbeginn informiert und eine ärztliche Bescheinigung vorlegt.
(4) Der Kunde kann statt der angemeldeten Person jederzeit kostenfrei eine Ersatzperson benennen.
(5) Stornierungen und Umbuchungen erfolgen in Textform, etwa per E-Mail an info@mchelp.de.
(6) Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass uns kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist. Das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher (§ 13) bleibt unberührt.
§ 10 Stornierung von Inhouse-Schulungen und Schulungen in Einrichtungen
(1) Der Kunde kann einen vereinbarten Schulungstermin in Textform stornieren. Es fallen an:
- bei Stornierung mehr als 60 Tage vor dem Termin: keine Kosten,
- bei Stornierung 30 bis 60 Tage vor dem Termin: 50 % des vereinbarten Entgelts,
- bei Stornierung weniger als 30 Tage vor dem Termin: 100 % des vereinbarten Entgelts.
(2) Vereinbartes Entgelt im Sinne von Absatz 1 sind die Vor-Ort-Pauschale sowie die vereinbarten Entgelte für Teilnehmende, deren Lehrgangsgebühren nicht von einem Unfallversicherungsträger übernommen werden.
(3) Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass uns kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
(4) Eine Verschiebung des Termins stimmen wir gern ab. Sie gilt als Stornierung im Sinne von Absatz 1, wenn kein neuer Termin innerhalb von sechs Monaten vereinbart wird.
§ 11 Absage durch McHelp
(1) Wir können einen Kurs absagen, wenn die Mindestteilnehmerzahl eines öffentlichen Kurses nicht erreicht wird, die Kursleitung kurzfristig ausfällt und kein Ersatz verfügbar ist oder höhere Gewalt die Durchführung verhindert. Wir informieren den Kunden unverzüglich.
(2) Der Kunde kann in diesem Fall einen Ersatztermin wählen oder erhält bereits gezahlte Beträge vollständig zurück. Weitergehende Ansprüche bestehen nur nach § 12.
§ 12 Haftung
(1) Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haften wir nur bei der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Für mitgebrachte Garderobe und Wertgegenstände haften wir nur nach Absatz 1.
(4) Die Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten unserer Mitarbeitenden und Kursleitungen.
§ 13 Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbrauchern steht bei Verträgen, die sie online, per E-Mail oder telefonisch mit uns schließen, ein Widerrufsrecht nach folgender Maßgabe zu:
Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (McHelp GmbH, Erdinger Str. 1, 85609 Aschheim, Telefon 089 95951034, E-Mail info@mchelp.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Sie können Ihr Widerrufsrecht auch online unter mc-help.com/widerruf ausüben. Wenn Sie diese Online-Funktion nutzen, übermitteln wir Ihnen auf einem dauerhaften Datenträger (z. B. durch eine E-Mail) unverzüglich eine Eingangsbestätigung.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
Ende der Widerrufsbelehrung
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
- An McHelp GmbH, Erdinger Str. 1, 85609 Aschheim, E-Mail info@mchelp.de:
- Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*)
- Bestellt am (*)
- Name des/der Verbraucher(s)
- Anschrift des/der Verbraucher(s)
- Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier)
- Datum
(*) Unzutreffendes streichen.
§ 14 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht der Schutz entzogen wird, den zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates gewähren, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertrag München.
(3) Wir sind nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
(4) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.